Rothenburg – ein Stadttrip mit Kindern

Das mittelfränkische Rothenburg o.d. Tauber bezaubert mit seinem mittelalterlichen Charme. In diesem Beitrag finden Sie einige Sehenswürdigkeiten und Tipps für einen vergnüglichen, kurzweiligen Tagesausflug mit der ganzen Familie nach Rothenburg.

Rothenburg ist nicht nur wegen der malerische Gässchen und vielen Sehenswürdigkeiten das perfekte Ausflugsziel für einen Städtetrip mit Kindern: Rothenburg ist klein, die Wege relativ kurz und hat für seine jungen Besucherinnen und Besucher einiges zu bieten. Gute, zentrumsnahe Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Stadtmauer. Ein Tagesticket kostet hier je nach Standort bis zu zehn Euro. Durch die Tore der Stadtmauer gelangt man schnell ins Zentrum. Wer gerne einen gedruckten Stadtplan in der Hand hält, bekommt diesen kostenlos in der Auslage der Touristinfo am Marktplatz. Hier ist auch ein guter Startpunkt für den Spaziergang durch Rothenburg.

Weihnachten im Hochsommer und ein Bär, der Seifenblasen pustet

Rothenburg Städtetrip mit KindernWer am Rothenburger Marktplatz nach oben sieht, wird sie vielleicht entdecken: Zarte Seifenblasen wehen die Hafengasse hinauf. Gepustet werden sie von einem Bären. Keinem echten selbstverständlich! Bereits seit Jahrzenten bläst ein Teddybär von seinem Platz oben am Fenster des Eckhauses Hafengasse/Obere Schmiedgasse unbeirrt Seifenblasen gen Horizont. Auch unten im traditionsreichen Laden „Teddys Rothenburg“ steppt übrigens der Bär und mit ihm gleich eine ganze Armee plüschiger Tierfreunde. Manche Eltern erleben hier vielleicht einen wahrgewordenen Albtraum, Kinder bekommen aber glänzende Augen! Wer nichts kaufen möchte, sollte also entweder nur von außen gucken oder sich auf hartnäckige Verhandlungen einstellen.

Rothenburg Städtetrip mit Kindern
Zauberhaft bis kitschig geht es auch etwas weiter im Weihnachtsdorf bei Käthe Wohlfahrt (Herrngasse 1) zu. Im Ladengeschäft unweit des Rothenburger Markplatzes kann nicht nur nach Herzenslust Weihnachts-Deko geshoppt werden, für Kinder gibt es einiges zu staunen: Krippen, Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner – und das rund ums Jahr! Auch das 250 Quadratmeter große „Deutsche Weihnachtsmuseum“ findet sich hier, ist allerdings aufgrund der Corona-Situation bis auf weiteres geschlossen.

Spielen im Mittelalter und der Natur: die schönsten Spielplätze Rothenburgs

 

Am Rande der Rothenburger Altstadt gibt es drei Spielplätze. Besonders zwei davon, laden zu einer abwechslungsreichen Pause ein: Auf dem Erlebnisspielplatz am Hornburgweg zwischen Rödertor und Galgentor gibt es einen Kleinkinderbereich mit Mini-Rutsche, eine Nestschaukel, zwei Kletterburgen, eine davon mit Tunnelrutsche und einen Wasser- und Matschplatz. Der Untergrund besteht aus Kieselsteinen beziehungsweise Sand. Ein großes Sonnensegel über dem Matschplatz spendet an heißen Sommertagen etwas Schatten.
Wild-romantisch ist der Natur-Erlebnisplatz „Neue Burg“ in der Klosterweth. Für große Kinder gibt es hier eine Seilbahn und zahlreiche Klettermöglichkeiten, zudem eine Nestschaukel und für kleinere Kinder einen Sandbereich mit Rutsche. Der Untergrund besteht aus Rindenmulch beziehungsweise Sand. Viele Bäume spenden hier Schatten und die Wiesen ringsherum laden zum Picknick ein. Extra Pluspunkt: der herrliche Ausblick über das malerische Taubertal.

Apropos Picknick: Schneeballen essen


Schneeballen sind ein Süßgebäck aus Mürbeteig, das ein bisschen nach Keksen schmeckt. Seit rund 300 Jahren sind sie für die Rothenburger unverzichtbar. Wurden sie früher nur zu besonderen Anlässen und Festen serviert, sind sie heute allgegenwärtig. Besonders am Markplatz locken viele Bäckereien mit den süßen Ballen in der Auslage. Traditionell werden sie mit Puderzucker bestäubt. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Geschmackrichtungen und Füllungen wie Zucker und Zimt, Schoko, Erdbeere oder Pistazie-Marzipan.

Die Stadtmauer entlang spazieren

Sie ist über 500 Jahre alt, rund vier Kilometer lang und größtenteils begehbar: Die Rothenburger Stadtmauer bietet einen herrlichen Ausblick auf die pittoresken Gassen der Altstadt. Offizieller Aufstieg ist am Röderturm, jedenfalls beginnt hier der Türmeweg, auf dem Interessierte die Stadt umrunden können. Allerdings bieten viele der 46 Rothenburger Türme einen Einstieg für den Spaziergang auf der Stadtmauer. Für Kinder ein Abenteuer, für Erwachsene auch. Die müssen allerdings gelegentlich den Kopf einziehen, denn die Überdachung hängt teilweise etwas tief. Und: Ein bisschen schwindelfrei sollte man auch sein, da der Boden leicht uneben ist.

An der Tauber entspannen: der Biergarten „Unter den Linden“

Rothenburg Städtetrip mit KindernWer den Städtetrip mit der Familie in lockerer Atmosphäre ausklingen lassen möchte, ist im Biergarten „Unter den Linden“ richtig. Nicht nur weil Kinder im großen Sandkasten, der mitten im Garten steht, buddeln können, während die Eltern am Tisch daneben die wechselnde Speisekarte mit deftigen Gerichten wie Bratwürsten, Eintöpfen, Kartoffelgratin, Flammkuchen, Salat oder Kaffee und Kuchen genießen. Sondern auch, weil die Tauber direkt am Biergarten entlang fließt. Der Fluss ist hier sehr seicht und hat schon so manche müde Füße erschöpfter Touristen gekühlt. Übrigens verbindet ein sehr schöner Spazierweg die Rothenburger Altstadt und den Biergarten. Der Anstieg vom Biergarten in die Rothenburger City ist allerdings sehr steil.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.