Uehlfelder Storchenlehrpfad

Im Frühjahr und Sommer gehört der Markt Uehlfeld ganz den Störchen. Weit über den Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim ist die Ortschaft als Hochburg der Störche bekannt. Wer dem Tier näher kommen möchte, kann dies auf dem Uehlfelder Storchenlehrpfad tun. Der knapp acht Kilometer lange, kinderwagengeeignete Rundweg führt in acht Stationen vorbei an Wiesen und Karpfenteichen und im Zickzack durch Uehlfeld.

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Wegbeschreibung: Vogggendorf – Demantsfürth- Uehlfeld – Voggendorf
Wir starten unsere Wanderung am Voggendorfer Felsenkeller. Hier steht die erste Informationstafel, eine Übersichtskarte des Streckenverlaufs der Storchenwanderung. Diese findet sich bei den Eingängen zum Kellergewölbe des Biergartens – nicht zu verwechseln mit der großen Wanderwege-Karte bei der Radlerstatue. Wir wenden uns der Straße zu und folgen dem Storchensymbol, das uns fortan begleitet, nach links, um kurz darauf rechts in einen befestigten Feldweg abzubiegen. Der Weg endet an einer mäßig befahrenen Landstraße. Hier wenden wir uns nach links und laufen einige Minuten bis uns der Storch schließlich nach rechts in einen Flurweg führt. In der Ferne sehen wir die ersten Karpfenteiche und unser nächstes Ziel, die zweite Station der Storchenwanderung, die sich dem Thema „Vogelzug und Zugvögel“ widmet. Hier kreuzt der Storchenweg den Uehlfelder Karpfenwanderweg. Neben der Informationstafel finden wir deshalb auch ein idyllisches Highlight der Wanderung: eine Hütte, die auf Stelzen im Wasser steht und über einen Steg erreichbar ist. Hier können Lachmöwen, Stockenten und Graureiher beobachtet werden. Eine Holztreppe führt direkt zu großen Steinen, die eine Straße über das Wasser zu einem Holzsteg bilden.

 

Begleitet vom Kreischen der Möwen, umspielt von einer leichten Prise laufen wir etwa hundert Meter zur nächsten Station, einer Infotafel zum Thema „Lebensraum Wiese“. Wir halten uns rechts und wandern circa einen Kilometer bis Demantsfürth. Auf dem Gehsteig laufen wir an einem Spielplatz vorbei bis die Hauptstraße nach links knickt, wir aber biegen rechts ab und folgen alsbald dem Storchensymbol nach links zur vierten Station.

Die Informationstafel gibt einen Überblick über Nestbau und Brutpflege. Passend dazu steht hier eine Aussichtsform,  einem Storchennest nachempfunden. Eine gute Möglichkeit, um bei einer kleinen Rast Störche beim Flug über die Felder zu beobachten. Von den Ufern der Aisch hört man Frösche quacken. Dass die Störche nicht allein von ihm satt werden, werden wir im Laufe unseres Ausflugs noch erfahren. Nun aber folgen wir dem Lehrpfad erst einmal Richtung B470. Der Storch führt uns kurz vor der viel befahrenen Bundesstraße nach rechts, wo wir auf einem Fußweg die Aisch überqueren. Wer gute Augen hat, kann auf den Dächern Uehlfelds schon einen Blick auf die ersten Storchennester erhaschen.
Nach der Parkbucht überqueren wir an einer etwas unübersichtlichen Stelle die Straße und laufen einige Meter zurück zum Großparkplatz, wo die nächste Infotafel zum Thema „Vogelflug“ wartet. Danach wenden wir uns Richtung Zentrum. An den Tankstellen vorbei folgen wir dem Linksknick der Hauptstraße. Spätestens jetzt lohnt der Blick nach oben: Auf zahlreichen Dächern haben Störche ihre Nester gebaut. Auf beinahe jedem Haus sitzt einer der Vögel. In den Lärm des B470 mischt sich ein neues Geräusch: das Klappern der Störche.

 

Bei der nächsten Biegung verlassen wir die Hauptstraße und folgen der Burghaslacher Straße geradeaus. Kurz nach der Ampel folgen wir dem Storchensymbol nach links Richtung Rathaus. Es folgt ein kurzer Anstieg der sonst ebenen Wanderung. Etwa auf halber Höhe liegt rechter Hand der Eingang zu einem kleinen Wassergarten mit Informationen zur Uehlfelder Brunnen- und Wasserkultur. Auch wenn hier momentan kein Wasser fließt, betören Rosen und Lavendel mit ihrem Duft. Wer hier eine kleine Pause einlegt, sollte unbedingt den Blick nach oben richten. Sicherlich gibt es auch hier den ein oder anderen Storch zu entdecken. Beim Uehlfelder Rathaus angekommen, informiert uns eine Tafel über die aktuelle Bestandssituation, die Verbreitung und Gefährdung des Weißstorches. Hier findet sich außerdem die Aischgründer Miniatur-Eisenbahnwelt, die Sonn- und feiertags bei schönem Wetter von 13.00 bis 19.00 Uhr geöffnet hat.

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Der Storch wendet sich nach rechts. Ein Fußweg führt über eine Brücke, schlängelt sich vorbei an Sportplatz und Veit-vom-Berg-Schule. Nach dieser folgen wir dem Symbol nach rechts, überqueren bei nächster Gelegenheit die Straße und laufen einen schmalen Weg der Friedhofsmauer entlang. Rechts sehen wir auf den Dächern Storchennester, links ist ein Tiergehege mit Hühnern und Ziegen. Wir laufen durch das hintere Tor durch den Friedhof bis zur Hauptstraße, die wir überqueren und uns dann nach rechts wenden. Auf dem Gehsteig laufen wir bis zur Brauerei Prechtl. Wen der Verkehr nicht stört, kann hier fränkische Küche genießen und hat dabei einen herrlichen Blick auf die Storchennester. Vor dem Gasthaus steht außerdem eine Skulptur brütender Störche. Ein Kasten hält Flyer mit den Standorten der aktuellen Nester bereit.
Unmittelbar nach dem Gasthaus geht es links in die Kirchenstaße. Am Ende der Straße biegen wir links in die Raiffeisenstraße, die schließlich in einen Fußweg endet. Wir folgen dem schattigen Pfad entlang der Aisch. Etwas versteckt finden wir hier die siebte Station des Lehrpfades, eine Informationsschrift unter dem Titel „der Storch“. Am Ende des Weges wenden wir uns nach rechts und laufen weiter den Fluss entlang. Kurz vor einer Brücke finden wir die letzte Station des Lehrpfades, einer Informationstafel über die Ernährung der Störche. Nach ein paar weiteren Minuten Gehzeit erreichen wir unseren Ausgangspunkt, den Voggendorfer Keller, der ebenfalls von der Brauerei Prechtl betrieben wird. Während Eltern sich hier entspannen, mobilisieren Kinder auf dem Spielplatz inmitten der Bierbänke letzte Kräfte.

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Tipp: Unbedingt an Sonnenschutz denken, denn der Uehlfelder Storchenlehrpfad bietet kaum Schatten.

Abkürzungen
Wem die 7,5 Kilometer zu lang sind, kann die Wanderung leicht auf etwa fünf Kilometer verkürzen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Der landschaftlich schönere Teil der Strecke startet am oben beschriebenen Ausgangspunkt und folgt diesem bis Station vier, dem Storchennest. Danach geht es etwa 50 Meter zurück. Wer bei der Kreuzung links abbiegt kommt nach einem einen Kilometer langen Marsch entlang der schwach befahrenen Landstraße zurück nach Voggendorf. Die Strecke ist idyllischer, Kinder können freier laufen und der ein oder andere Storch fliegt über die Felder. Deutlich mehr von ihnen gibt es aber in der zweiten Hälfte zu sehen, die größtenteils durch den Markt Uehlfeld führt. Sart und Ziel sind auch hierfür der Biergarten in Voggendorf. Allerdings laufen wir dort in die entgegengesetzte Richtung ,biegen an der Kreuzung links ab und laufen einen Kilometer auf der schwach befahrenen Landstraße bis Demantsfürth. Bei der ersten Kreuzung wenden wir uns nach rechts und sehen dort schon Station vier, das Storchennest. Wir setzten die Wanderung wie oben beschrieben fort.


Öffnungszeiten
rund um die Uhr
Die Störche gibt es etwa von März bis September zu sehen.

Kontakt & Anfahrt
Storchenlehrpfad
Voggendorf, 91486 Uehlfeld

5 Kommentare

  1. Uehlfelder Storchenlehrpfad
    Routenkarte
    Zu dem Uehlfelder Storchenlehrpfad suche ich eine Karte mit dem Routenverlau.
    Könne Sie mir eine Adresse oder Link angeben?
    Danke sehr
    Günther Bartholomé

  2. Wir haben geplant, morgen den Storchenlehrpfad zu besuchen. Da wir eine 2stündige Anreise haben, würde uns interessieren ob noch Storche in ihren Nestern zu sehen sind?
    Viele Grüße
    Jessica Schneider

    1. Hallo Frau Schneider,

      ja, die Störche müssten noch da sein. Wir waren erst vorgestern in Uehlfeld und da waren sehr, sehr viele Störche zu sehen.

      Herzliche Grüße und viel Spaß beim Wandern!

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